Pinuccio Sciola
„Sardinien ist der Stein und dieser Stein ist die Mutter“, nach diesem Grundsatz richtet der sardische Steinbildhauer Pinuccio Sciola sein künstlerisches Leben aus. Der in San Sperate bei Cagliari lebende Künstler, einer der bedeutendsten italienischen Bildhauer, hat bereits Dutzende von Skulpturenparks angelegt. In München wurde 1986 im Westpark eine große Ausstellung mit den Skulpturen von Sciola gezeigt, wobei eine der Stelen als Geschenk an die Stadt München dort verblieb.
In den letzten Jahren wurde Sciola mit seinen Klangsteinen und den sie begleitenden Performances bekannt, so auch auf der Frankfurter Buchmesse und bei der Weltausstellung EXPO Hannover 2000. Sciola bearbeitet die Steine so, dass damit regelrechte Konzerte aufgeführt werden können. Gegenwärtig bereitet Sciola eine ganz Europa umfassende Aktion vor, unter dem Titel „Saatkörner für ein neues Europa“, bei der in allen Hauptstädten der EU hunderte samenförmiger Steine ausgestreut werden sollen.

Andreas Legath
Der in Kolbermoor geborene und in Bad Aibling wohnende Andreas Legath wurde über seine Heimat hinaus bekannt als Theater- und Opernregisseur, als Bühnenbildner und als Zeichner und Maler von meist österreichischen und italienischen Landschaften. Legath entwickelt eine höchst individuelle, an keiner herkömmlichen Kunstströmung orientierte Bildsprache. Sein außergewöhnlicher darstellerischer Zugriff auf die Landschaft ist Sciolas Destillation von Tönen aus Steinskulpturen vergleichbar.
Bei seinen Aufenthalten in Sardinien entstand das Projekt einer gemeinsamen Ausstellung, die nun in der Pasinger Fabrik gezeigt wird.

Kurator: Elmar Zorn, Thomas Linsmayer